Leinwände selber bemalen: Tipps und Tricks

Wer schonmal seine Pinsel auf einer Leinwand geführt hat, kennt den Unterschied zu normalem Papier wie aus der Schulzeit: Jedwede Farbsorten lassen sich wesentlich besser verstreichen, werfen keine ungewollten hellen und dunklen Striche in Malrichtung und nervende Wellen vom Papier sind ab Benutzung der Leinwand vergessen.

Viele Menschen können es sich unmöglich vorstellen, ein Leinwandbild zu malen. Dabei ist es ziemlich simpel und es wird nicht ein Extrem an Kreativität vorausgesetzt. Anfangs brauchen Sie lediglich eine Leinwand, eine stabile Staffelei, einen schrägen Spachtel (im Notfall erzielt ein altes Teppichmesser zumindest den gleichen Effekt), einen Wasserbecher, eine Mischpalette – vorrangig mit großer Fläche, ein paar Flachpinsel und normale Pinsel aus der Schulzeit. Gerade für Anfänger sind Acrylfarben ideal wegen der leichten Verarbeitung.

Wenn Sie nun einige Minuten die Eigenschaften der Acrylfarbe auf normalem Papier erforscht haben, fangen Sie doch direkt mit dem Leinwandbild an. Dazu einige Tipps:

Mischen Sie bitte immer die Farben! Egal, ob der Himmel blau wird – nehmen Sie niemals ungemischte Farben. Um es vorsichtig auszudrücken, sieht es absolut unschön auf dem fertigen Leinwandbild aus, wenn auf der oberen Hälfte eine eintönige Fläche thront. Und wenn Sie das Blau nur mit etwas Weiß oder Gelb mischen – die Mühe wird sich frühzeitig zeigen!

Viele Objekte verlaufen im Strich, dem Sie folgen sollten! Felle, Pflanzen und Federn können nicht ohne Weiteres einfach getupft werden! Bewegen Sie den Pinsel immer von der Wurzel an!

Tupfen zahlt sich aus! Gras und vor allem Wolken lassen sich superleicht mit einem Flachpinsel tupfen. Bei Gras kann viel Farbe verwendet werden, ebenso bei Laub- und Nadelbäumen. Einzige Ausnahme sind Wolken am Himmel, bei denen anfangs mit minimaler Deckkraft getupft werden sollte.

Felsen und Gebirge sind simpel! Ferne Gebirge am Horizont, meist mit Schnee auf dem Gipfel, werden einfach mit dem Spachtel und grauer Farbe realisierbar. Dabei sollten Sie anfangs darauf achten, den Spachtel senkrecht zu halten und mit der Oberkante den Gipfel bis zum Fuße des Berges abzugehen. Danach sollten Sie noch einmal mit weißer Farbe den Gipfel formen und fertig ist ein malerischer Hintergrund.

Wasser muss sich spiegeln! Seen und Teiche im Bild erhalten ihre typische Tiefe erst durch realistische Wasserspiegelungen auf der Oberfläche. Versuchen Sie, ab dem Ufer eine unvollständige Spiegelung zu erzeugen, die nach unten an Farbtiefe verliert und verwischen Sie die noch frische Farbe unbedingt mit der im Leinwandbild wasserähnlichen Farbe horizontal. Erst dieser Effekt lässt Ihr Kunstwerk wirklich wertvoll erscheinen.

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